Low Carb bei Diabetes und Zöliakie

Die unglaubliche Wirkung von LowCarb Produkten auf den Blutzuckerspiegel…

 

Mein Name ist Mareike und ich bin 31 Jahre alt. Ich bin im Alter von 4 Jahren an Diabetes Typ I erkrankt und im Alter von 25 Jahren wurde bei mir zusätzlich eine Zöliakie-Erkrankung diagnostiziert.

Aufgrund meiner Diabetes-Erkrankung überprüfe ich meinen Blutzucker engmaschig und spritze mir mehrmals täglich Insulin, immer zu den Mahlzeiten und zwischendurch, um eventuelle Blutzuckerunregelmäßigkeiten zu regulieren.

Aufgrund meiner Zöliakie-Erkrankung lebe ich seit außerdem 2013 streng glutenfrei, was bedeutet, dass ich jegliche Form von glutenhaltigem Getreide strikt aus meiner Ernährung fernhalte. Das heißt, dass ich „normales“ Brot, sowie auch Nudeln, Pizzateig etc. durch glutenfreie Produkte (z.B. aus Reis-/Maismehl) ersetze.

Da ich diesen Beitrag für den Blog der Panifactum-Homepage schreibe, auf der wir am Ende alle auf der Suche nach glutenfreien bzw. LowCarb Nahrungsmitteln gelandet sind, gehe ich davon aus, dass die meisten von euch die im Handel erhältlichen „typischen“ glutenfreien Produkte von Schär bzw. den Hausmarken von Rewe (frei von), Aldi oder Lidl kennen, sodass ich zunächst nicht weiter darauf eingehe.

All diese glutenfreien Produkte haben eine ähnliche Wirkung auf den Blutzuckerspiegel, wie Produkte aus beispielsweise Weißbrot (aus Weizenmehl) auch: sie jagen den Blutzucker in kürzester Zeit steil in die Höhe und erfordern eine große Insulinmenge, um ihn nach der Mahlzeit wieder auf ein normales Level zurück zu bewegen. Hinzu kommt, dass die sog. „leeren Kohlenhydrate“ in diesen Produkten, im Gegensatz zu „komplexen Kohlenhydraten“ in beispielsweise Vollkornprodukten, vom Körper sehr viel schneller aufgenommen und verarbeitet werden, sodass sie den Blutzucker in einem enormen Tempo nach oben schnellen lassen, so schnell, dass nicht einmal kurzwirksames Insulin, selbst wenn es bereits vor der Mahlzeit gespritzt wird, den Blutzuckeranstieg, teilweise auf Werte jenseits von 250 mg/dl, abfangen kann (vgl. Abb. 269mg/dL). Im Rahmen einer „guten Blutzuckertherapie“ sind solche Spitzen im Blutzuckerverlauf keineswegs zufriedenstellend und definitiv nicht gesund. Da die kurzwirksamen Insuline dem Körper aber quasi direkt (spätestens nach 10-15 Minuten) zur Verfügung stehen, gibt es hier zunächst keine Möglichkeit, diese ungesunden Blutzuckerspitzen nach dem Konsum leerer Kohlenhydrate in Form von Weißmehl aus Weizen, Mais, Reis oder ähnlichem, zu verhindern.

Eine dauerhafte Inkaufnahme eines solchen Blutzuckerverhaltens ist aber, wie bereits erwähnt, gesundheitsschädigend und somit für mich als Diabetikerin unzufriedenstellend, weshalb automatisch und wiederkehrend die Frage nach Alternativen zu einer Kost aus vielen leeren Kohlenhydraten aufkommt.

Hier kann man als nicht Gluten-intoleranter-Mensch sicherlich erstmal auf Vollkornprodukte zurückgreifen, die den Blutzuckerspiegel langsamer in die Höhe treiben und die Blutzuckerspitzen, aufgrund besserer Insulinwirkung zum Zeitpunkt des langsameren Blutzuckeranstiegs, schon wesentlich flacher ausfallen lassen. Die erforderliche Insulinmenge ändert sich dadurch jedoch nur unwesentlich.

Möchte man hieran etwas ändern, um insgesamt weniger Insulin zu benötigen, oder ist man, wie ich, aufgrund einer Glutenunverträglichkeit, in der Auswahl vollkornhaltiger Produkte sehr beschränkt, hat man zunächst das Gefühl, vor einem scheinbar unlösbaren Problem zu stehen.

Aber ich habe eine gute Nachricht für euch. Ich habe eine Lösung gefunden: die LowCarb-Ernährung.

Ich selbst war jahrelang skeptisch, was den LowCarb-Ansatz betrifft, da ich dachte, durch eine kohlenhydratarme Ernährung wäre ich sicherlich auch energieärmer oder womöglich dauerhaft hungrig. Ich habe diese deshalb lange gar nicht ausprobiert oder mich näher damit beschäftigt. Letztes Jahr habe ich dann, auf der Suche nach glutenfreien Alternativen die Panifactum-Produkte entdeckt und war zunächst begeistert von ihrem Geschmack (hiermit meine ich insbesondere die Brotauswahl). Im Gegensatz zu dem üblichen pappigen Geschmack der immer gleichen Produkte von Schär o.ä. Herstellern, hatte ich plötzlich wieder Brote mit herzhaftem Geschmack, Körnern und saftigem leichten Teig. Dies versetzte mich von Anfang an in Begeisterung. Als ich daraufhin die Kohlenhydratangaben auf den Broten sah, war ich anfangs absolut ungläubig: So hat beispielsweise „das Kräftige“ Brot in 100 Gramm nur 3,3 Gramm Kohlenhydrate, was im Gegensatz zum glutenfreien „Landbrot“ von Schär, dass in 100 Gramm 40 Gramm Kohlenhydrate hat, oder zum glutenfreien Baguette der Rewe-Hausmarke (frei von), dass in 100 Gramm 58,3 Gramm Kohlenhydrate hat, absolut verschwindend gering ist. Dies ist bei allen Panifactum-Broten ähnlich.

Für meinen Blutzucker hat das unglaublich viel verändert und zum Besseren geführt. Ich gebe euch hierzu, zum besseren Verständnis, ein paar kurze Beispiele:

 

Wenn ich früher am Wochenende morgens mit einem guten Blutzuckerwert von 90 mg/dl in den Tag gestartet bin, und es dann zum Frühstück das zuvor erwähnte Baguette der Marke „frei von“ mit 125 Gramm und somit 72,8 Gramm Kohlenhydraten sowie zusätzlichen Brotaufstrichen und Getränken, die ebenfalls Kohlenhydrate haben, gab, benötigte ich, mit einem Kohlenhydrat-Index von morgens 2 Insulineinheiten/Kohlenhydrateinheit (KE) für ca. 10 KE, 20 Einheiten kurzwirksames Insulin. Dies ist bei meinem Körpergewicht von 60 Kilo sehr viel Insulin. Wenn ich nun, wie zuvor beschrieben, direkt vor Beginn der Mahlzeit die 20 Einheiten gespritzt habe und daraufhin in Ruhe gefrühstückt habe, ist mein Blutzucker trotz der großen Insulinmenge regelmäßig innerhalb kürzester Zeit auf Werte von bis zu 280 mg/dl hochgeschossen. Diese Spitze ist dann meist innerhalb von ca. 2 Stunden wieder auf einen Wert von 100-150 mg/dl gesunken. Ähnlich verhält es sich unter der Woche, wenn ich beispielsweise bei der Arbeit zwei Scheiben Landbrot von Schär zu Mittag gegessen habe. Die zwei Scheiben alleine haben schon jeweils 2 KE, somit insgesamt 4 KE, wozu auch dann wieder Brotaufstrich, Getränke oder weitere Kohlenhydrate kommen. Auch hier ist mein Blutzucker eigentlich immer bei gutem Wert vor der Mahlzeit unmittelbar während des Essens steil nach oben geschossen. Diese steilen Blutzuckerspitzen im Verlauf sind unangenehm, da sie bei mir häufig zu Kopfschmerzen führen und auch bekanntermaßen für die Blutgefäße ungesund sind.

Als ich das erste Mal morgens das Panifactum Brot „das Feine“, mit sage und schreibe nur 2,1 Gramm Kohlenhydraten /100 Gramm gegessen habe, habe ich meine Insulindosis zwar angepasst, aber nicht der „quasi nicht existenten Kohlenhydratmenge“ entsprechend, da ich dachte, mit Brotaufstrich, eventuell noch einem Glas Saft dazu etc. doch , wie gewohnt einiges an Insulin zu brauchen. Damit habe ich mich getäuscht. Mein Blutzucker ging, entgegen meiner sonstigen Erfahrung mit den extrem schnellen Spitzen, dieses Mal sehr schnell runter. Ich habe dann Obst „dagegen“ gegessen, um einer Unterzuckerung zu entgehen und bei den nächsten Malen Stück für Stück meine Insulindosis immer weiter nach unten reguliert. Jetzt spritze ich, wenn ich morgens 2 Scheiben vom Brot „das Feine“, dazu beispielsweise einen Apfel, etwas Marmelade und ansonsten nur kohlenhydratfreie Lebensmittel wie Käse, Butter etc. esse, maximal 5 Einheiten Insulin, im Gegensatz zu den zuvor genannten fast 20 Einheiten für das Weißmehlbaguette von Schär. Ich spritze zum Beginn des Frühstücks und mein Blutzucker hält sich daraufhin wunderbar konstant bei Werten zwischen 80 und 130 mg/dl. Die Insulinmenge reicht völlig aus und der Blutzucker bleibt auch Stunden nach dem Essen stabil. Die Insulinmenge berechne ich beim Brot „das Feine“ eigentlich nur noch für das Obst oder alles andere an Kohlenhydraten, was ich dazu esse, da das Brot so wenig Kohlenhydrate hat, dass ich diese gar nicht mit einrechne. Dies ist bei beinahe allen Broten von Panifactum der Fall, außer z.B. beim „Kernigen“, dieses hat 6,1 Gramm Kohlenhydrate /100 Gramm, so dass ich hierfür dann meist noch eine Einheit Insulin hinzurechne.

Wenn ich so frühstücke, verläuft meine Blutzuckerkurve nahezu geradlinig und ich habe hinzukommend einen wesentlich geringeren Insulinbedarf für die Mahlzeit (vgl. Abb. 111mg/dL und 94mg/dL).

Beides sind äußerst positive Begleiteffekte der LowCarb Ernährung, die genauso auch mit anderen LowCarb Produkten wie z.B. dem Panifactum Nusskuchen (16,4 Gramm Kohlenhydrate /100 Gramm) oder dem Panifactum Pizzateig (11,5 Gramm Kohlenhydrate /100 Gramm) funktionieren. 

 

Zusammenfassend kann ich sagen, dass sich mir durch die „Entdeckung“ der Panifactum LowCarb Produkte ganz neue Möglichkeiten eröffnet haben. Die meisten Produkte schmecken, speziell im Vergleich zu den bekannten herkömmlichen glutenfreien Produkten der bekannten Marktanbieter wie beispielsweise Schär, sehr frisch, saftig und abwechslungsreich. Auch die süßen Produkte wie z.B. der Nusskuchen, die Fruchtriegel etc. sind geschmacklich absolut ansprechend und einfach lecker. Mir persönlich schmeckt einzig die Backmischung für die Waffeln nicht ganz so gut, genauso wie ich bei der Brotauswahl die körnigen Varianten den feinen Broten vorziehe. Insgesamt sind die Panifactum Produkte aber alle sehr lecker, frisch, saftig und geschmackreich.

Auf die oft gestellte Frage, ob sie genauso satt machen wie „normales“ Essen, kann ich mit einem definitiven Ja antworten. Ob ich zwei Scheiben Landbrot von Schär oder zwei Scheiben des „Kernigen“ Brotes von Panifactum esse, macht für mich in der Sättigung danach keinen Unterschied. Was ich aber merke, ist, dass ich mich nach dem Landbrot „schwerfälliger“ fühle als nach der LowCarb Alternative, genauso wie ich mittags nach einer herkömmlichen glutenfreien Pizza deutlich müder bin und mich „voller“ fühle, als nach dem Panifactum LowCarb Pizzateig.

Hinzukommend schaffe ich es mit den LowCarb Alternativen beinahe durchgehend, meinen Blutzuckerspiegel auf einer nahezu geraden Linie zu halten, was dem Spiegel eines Nichtdiabetikers annähernd entspricht und mit kohlenhydratreicher Ernährung (vgl. oben) faktisch unmöglich ist. Hinzukommend brauche ich auch ein Vielfaches weniger an Insulin, was insgesamt auch nur Vorteile hat.

Durch diese Vorteile in der Behandlung meines Diabetes, die leckeren und gesunden glutenfreien Alternativen für meine Ernährung, das angenehmere Körpergefühl nach dem Essen, der geringeren Kalorienaufnahme und außerdem der Überzeugung, meinem Körper damit etwas Gutes zu tun, bin ich im letzten Jahr zu einem absoluten Fan der LowCarb Produkte von Panifactum geworden und empfehle diese wirklich jedem weiter!

Die Produkte sind außerdem sehr ansprechend aufgemacht und werden zügig versandt. Die leider recht hohen Preise sind wohl, wie auch bei allen anderen glutenfreien Produkten, der geringeren Abnehmerzahl geschuldet. Hier ist aber anzumerken, dass Panifactum zu eigentlich jeder Lieferung einen Gutschein i.H.v. 10% auf den gesamten Einkaufswert für die nächste Bestellung beilegt. Am Ende ist es natürlich auch eine finanzielle Entscheidung, die es für die eigene Gesundheit aber aus meiner Sicht definitiv wert ist.

 

Ich möchte mich hiermit beim Team von Panifactum für die liebe- und mühevolle Arbeit und die überzeugenden, gut durchdachten und einfach nur LECKEREN Produkte bedanken!

 

 

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  • Toller Bericht

    Hallo Mareike, vielen Dank für den interessanten Bericht mit Zahlen und Fakten. Und natürlich vielen Dank für das Lob. Wir freuen uns, dass Dir unsere Produkte schmecken

  • Große Hilfe

    Hallo Mareike,
    das ist ja wirklich ein sehr detaillierter Bericht und hilft sicher vielen Betroffenen. Da ich selbst im Bereich der Naturmedizin arbeite und auch Patienten mit Diabetes oder Zöliakie habe, ist das für mich eine Ermunterung, meinen Patienten die Low carb Ernährung zu empfehlen.
    Da der geringere Insulinbedarf sich eindeutig zeigt, sind natürlich auch die Spätschäden durch das Insulin stark reduziert.
    Ich wünsche dir weiterhin alles Gute und danke dir für diesen Bericht.